Silberangebot in Tonnen
|
2012
|
2013
|
2014
|
2015
|
Effektive
Minenproduktion
|
24.494
|
25.878
|
26.905
|
26.973
|
Sonstige
|
6.721
|
5.117
|
5.726
|
4.578
|
Gesamt
|
31.206
|
30.995
|
32.631
|
31.551
|
Spätere Korrekturen der Angaben sind zu erwarten.
|
||||
Silbernachfrage in Tonnen
|
2012
|
2013
|
2014
|
2015
|
Schmuckindustrie
|
7.129
|
8.609
|
8.871
|
8.709
|
Barren-
und Münzhandel
|
4.407
|
7.042
|
6.330
|
6.423
|
Industrie
|
18.566
|
18.715
|
18.513
|
17.751
|
Gesamt
|
30.102
|
34.363
|
33.713
|
32.879
|
Quelle:
The Silver Institute – Stand März 2016
|
||||
Mittwoch, 2. März 2016
Silber: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)
Auf dem Silbermarkt sind Angebot und Nachfrage im Jahr 2015
gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies zeigen vorläufige Zahlen des "Thomson
Reuters 2015 Interim Silver Market Report", veröffentlicht durch The Silver Institute. Die
Umrechnung von Unzen in Tonnen habe ich selbst vorgenommen (Rundungsdifferenzen möglich).
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Die Symbolik von Gold
Gold ist seit jeher ein Stoff von großer Symbolkraft. Sein
gelblicher Schimmer und sein bleibender Glanz machten das Edelmetall bei vielen
Völkern zum Sinnbild für die Sonne, für das Licht und für das Göttliche mit
seiner Unvergänglichkeit. Daher wurden schon vor Jahrtausenden Schmuck,
Tempelgeräte und andere rituelle Gegenstände aus Gold gefertigt.
In geistig-spirituellen Kreisen hingegen ist Gold noch heute
ein Symbol für Weisheit, Klarheit und Inspiration. Die Farbe ist eine Metapher
für den Gipfelpunkt der geistigen Entwicklung.
Ich wünsche den Lesern meines Edelmetall-Blogs ein goldenes Jahr 2016…
Donnerstag, 12. November 2015
Goldminen-Produktion im 3. Quartal 2015
Das World Gold Council hat seinen neuen Bericht für das 3. Quartal 2015 veröffentlicht. Danach ist die Minenproduktion mit 827,8 Tonnen gegenüber dem
3. Quartal 2014 mit 836,1 Tonnen um etwa ein Prozent gefallen. Steigerungen der
Goldgewinnung sind kaum zu erwarten.
Denn die Produktion älterer Minen, vor allem in Südafrika
und in den USA, lässt spürbar
nach. Bis vor kurzem wurde dies durch die Produktionssteigerungen neuer Minen
aufgefangen, welche inzwischen aber mit voller Kraft arbeiten und daher keine
weiteren Zuwächse versprechen. Da zugleich weniger in die Exploration und
Entwicklung investiert wurde, befinden sich weniger neue Minenprojekte in der
Pipeline.
Die Kosten der Goldproduktion sind weiter gefallen, was
jedoch vor allem an günstigen Wechselkursen und Ölpreisen liegt. Dies sind
temporäre Faktoren, die sich schnell auch wieder ändern können.
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Die Goldbarrenliste der Deutschen Bundesbank
Nach jahrelanger Kritik an der Geheimniskrämerei der
Deutschen Bundesbank bezüglich der Lagerorte ihrer Goldbestände hat man sich
dort entschlossen, die komplette Liste sämtlicher Goldbarren publik zu machen.
Die Lektüre des 2.302 Seiten umfassenden Dokuments ist
zugegebenermaßen nicht sehr spannend, aber aufschlussreich. Aufgeführt sind
270.316 Goldbarren, von denen 95.364 bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt
am Main lagern, 35.066 bei der Bank of England in London, 24.455 bei der Banque
de France in Paris und 115.431 bei der Federal Reserve Bank of New York in New
York.
Die Liste mit dem Stand vom 31. Dezember 2014 wurde am 7. Oktober 2015
veröffentlicht und soll fortan jährlich aktualisiert werden. Sie nennt jeden
einzelnen Goldbarren mit Inventarnummer, Gewicht, Feinheit und Feingewicht auf
ein Zehntel Gramm genau (insgesamt 3.384.227,7839 Kilogramm oder 3.384 Tonnen).
Dienstag, 13. Oktober 2015
Engpässe bei Silbermünzen
Den weitaus größten Teil des gehandelten Silbers gibt es gar
nicht. Es existiert nur als Terminkontrakt oder ähnlich auf Papier oder in
Computersystemen. 2014 wurde allein an der New Yorker COMEX mehr als 60 Mal
soviel Silber gehandelt, wie im gesamten Jahr an physischem Silber auf dem Weltmarkt
produziert wurde. Diese gewaltigen Handelsvolumina an imaginärem Silber
bestimmen den Preis des Edelmetalls ungeachtet der Knappheit physischen
Silbers.
So ist es möglich, dass der Preis als Knappheitsindikator versagt. Wenn reales Silber kaum zu kriegen ist, müsste sein Preis gewaltig ansteigen. Tatsächlich kann er aber auf niedrigem Niveau verharren, weil aus dem Nichts erzeugte Terminkontrakte ein riesiges Angebot vorgaukeln. Der Preis wird künstlich nach unten gedrückt.
Eine ähnliche Situation scheint zur Zeit vorzuliegen. Die Nachfrage nach echtem Silber, insbesondere nach Münzen, ist enorm hoch. Wie das Silver Institute vermeldet, sind gegenwärtig Engpässe bei der Versorgung mit Silbermünzen zu beobachten. Die staatlichen Münzprägeanstalten in den USA, in Kanada, Australien, Österreich und Großbritannien – allesamt Hersteller beliebter Anlagemünzen – haben ihre Lieferungen rationiert. Auch Barren unter 100 Unzen sind davon betroffen. Käufer müssen teilweise drei bis vier Wochen auf Münzen warten, die normalerweise jederzeit verfügbar sind. Einen solchen Vorgang hat es – außer gelegentlich bei der U.S. Mint – in jüngerer Vergangenheit nicht gegeben.
So ist es möglich, dass der Preis als Knappheitsindikator versagt. Wenn reales Silber kaum zu kriegen ist, müsste sein Preis gewaltig ansteigen. Tatsächlich kann er aber auf niedrigem Niveau verharren, weil aus dem Nichts erzeugte Terminkontrakte ein riesiges Angebot vorgaukeln. Der Preis wird künstlich nach unten gedrückt.
Eine ähnliche Situation scheint zur Zeit vorzuliegen. Die Nachfrage nach echtem Silber, insbesondere nach Münzen, ist enorm hoch. Wie das Silver Institute vermeldet, sind gegenwärtig Engpässe bei der Versorgung mit Silbermünzen zu beobachten. Die staatlichen Münzprägeanstalten in den USA, in Kanada, Australien, Österreich und Großbritannien – allesamt Hersteller beliebter Anlagemünzen – haben ihre Lieferungen rationiert. Auch Barren unter 100 Unzen sind davon betroffen. Käufer müssen teilweise drei bis vier Wochen auf Münzen warten, die normalerweise jederzeit verfügbar sind. Einen solchen Vorgang hat es – außer gelegentlich bei der U.S. Mint – in jüngerer Vergangenheit nicht gegeben.
Dienstag, 22. September 2015
Rhodium: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)
Auf seiner Website gibt Johnson Matthey die neuesten Rhodium-Marktdaten für das Jahr 2015 bekannt. Die Zahlen für 2015
sind hochgerechnet bzw. geschätzt. Ältere Zahlen werden in der Regel noch
konsolidiert.
Rhodiumangebot in Kilogramm
|
2013
|
2014
|
2015*
|
Minenproduktion
|
21.555
|
19.191
|
22.581
|
Recycling
|
8.647
|
9.829
|
10.357
|
Gesamt
|
30.201
|
29.020
|
32.939
|
Eigene Umrechnung von Unzen in Kilogramm
|
|||
Rhodiumnachfrage in Kilogramm
|
2013
|
2014
|
2015*
|
Fahrzeugkatalysatoren
|
24.447
|
26.034
|
26.469
|
Sonstige Industrien
|
6.625
|
5.225
|
4.541
|
Gesamt
|
31.072
|
31.259
|
31.010
|
Lagerbestände (Puffer)
|
-871
|
-2.239
|
1.928
|
* = Hochrechnungen nach Stand Mai 2015
|
|||
Quelle: Johnson Matthey
|
|||
Aus irgendwelchen Gründen wird das Recycling von Johnson
Matthey immer als negative Nachfrage geführt. Dadurch scheint das Angebot
knapper, als es tatsächlich ist. Da recyceltes Edelmetall meiner Ansicht nach
jedoch als Angebot zur Verfügung steht, bringe ich es auch auf der
Angebotsseite unter.
Freitag, 31. Juli 2015
Aktuelle Preise für Platinmetalle
Die Notierungen von Platinmetallen in New York am 31. Juli
2015 um 9:30 Uhr in U.S.-Dollar pro Feinunze zeigt die folgende Tabelle:
Platin
|
991
|
Palladium
|
619
|
Rhodium
|
775
|
Iridium
|
500
|
Ruthenium
|
42
|
Quelle: Johnson Matthey
Freitag, 19. Juni 2015
Kosten der Goldgewinnung 2014
In einem älteren Post habe ich beschrieben, dass es unterschiedliche Methoden gibt, die Kosten der
Goldförderung zu ermitteln. Die Angaben der Kosten weichen – je nach gewählter
Methode – erheblich voneinander ab.
Seit etwa zwei Jahren setzt sich die Nennung der
"All-in (sustaining) (cash) costs" bei den Minengesellschaften
zunehmend durch. Dies ist wohl die "ehrlichste" Angabe. Die folgende
Tabelle listet die Kostenarten und die Kostenhöhen (in U.S.-Dollar pro Feinunze, aufsteigend sortiert)
einiger der größten Produzenten auf, sofern sie in den neuesten
Geschäftsberichten erwähnt wurden.
Kosten der Goldgewinnung pro Feinunze in U.S.-Dollar
2014
|
||||
Unternehmen
|
Land (Hauptsitz)
|
Kostenart
|
Kosten 2014
|
|
Polyus
Gold
|
Russland
|
total
cash cost
|
585
|
|
Polymetal
International plc.
|
Russland
|
all-in
sustaining cash costs
|
634
|
|
Agnico-Eagle
Mines
|
Kanada
|
total
cash costs on co-product basis
|
721
|
|
Yamana
Gold
|
Kanada
|
all-in
sustaining costs per eqoz
|
807
|
|
Barrick
Gold
|
Kanada
|
all-in
sustaining cash costs
|
864
|
|
Newcrest
Mining
|
Australien
|
total
costs after by-product credits
|
897
|
|
Goldcorp
|
Kanada
|
all-in
sustaining costs
|
949
|
|
Kinross
Gold
|
Kanada
|
all-in
sustaining costs per eqoz
|
973
|
|
Newmont
Mining
|
USA
|
all-in
sustaining costs
|
1.002
|
|
Sibanye
Gold
|
Südafrika
|
all-in
sustaining costs
|
1.071
|
|
Gold
Fields
|
Südafrika
|
all-in
costs
|
1.087
|
|
AngloGold
Ashanti
|
Südafrika
|
all-in
costs
|
1.148
|
|
Harmony
Gold
|
Südafrika
|
all-in
sustaining costs
|
1.242
|
|
Quellen:
Geschäftsberichte (Annual Reports) 2014
|
||||
Interessant sind die zu erkennenden "Länderblöcke".
So weisen südafrikanische Minengesellschaften durchweg die höchsten Kosten auf
und können bei dem gegenwärtigen Goldpreis (USD 1.201,85 im gestrigen
PM-Fixing) kaum noch gewinnbringend arbeiten.
Bei allen Unternehmen sind die Kosten gegenüber 2013 deutlich
gefallen, was mit den gesunkenen Energiekosten zu erklären ist. Wichtig ist
auch, dass die Unternehmen Durchschnittskosten für alle Minen angeben.
Teilweise werden diese zusätzlich nach Minen aufgeschlüsselt, die
unterschiedlich produktiv sind und gewaltige Unterschiede in den Kosten
aufweisen können.
Mittwoch, 17. Juni 2015
Die größten Goldproduzenten 2014
Inzwischen sind die Geschäftsberichte (Annual Reports) für
das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht und von mir ausgewertet. Die Rangliste
der größten Goldminengesellschaften nach der von ihnen angegebenen Fördermenge
(Produktion) sieht wie folgt aus:
Die größten Goldminengesellschaften 2014
|
||||
Rang
|
Unternehmen
|
Land (Hauptsitz)
|
Fördermenge 2014 in Tonnen
|
|
1
|
Barrick
Gold
|
Kanada
|
194,4
|
|
2
|
Newmont
Mining***
|
USA
|
150,7
|
|
3
|
AngloGold
Ashanti
|
Südafrika
|
138,0
|
|
4
|
Goldcorp
|
Kanada
|
89,3
|
|
5
|
Kinross
Gold**
|
Kanada
|
84,3
|
|
6
|
Newcrest
Mining*
|
Australien
|
74,5
|
|
7
|
Gold
Fields
|
Südafrika
|
69,0
|
|
8
|
Polyus
Gold
|
Russland
|
52,8
|
|
9
|
Sibanye
Gold
|
Südafrika
|
49,5
|
|
10
|
Polymetal**
|
Russland
|
44,5
|
|
11
|
Agnico-Eagle
Mines
|
Kanada
|
44,5
|
|
12
|
Yamana
Gold
|
Kanada
|
43,6
|
|
13
|
Freeport-McMoRan
|
USA
|
37,8
|
|
14
|
Harmony
Gold*
|
Südafrika
|
36,5
|
|
15
|
Zijin
Mining
|
China
|
33,7
|
|
* = 12 Monate bis 30. Juni 2014
** = Gold Equivalent Ounces (einschließlich Silber und
Kupfer)
*** = Attributable (anteilig anrechenbar)
|
||||
Quellen: Geschäftsberichte (Annual Reports) 2014
|
||||
Sollte ich bei meiner Zusammenstellung ein Unternehmen
übersehen haben, welches aufgrund seiner Fördermenge in diese Liste gehört,
bitte ich um einen entsprechenden Hinweis.
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