Erneut hat die Bestmarke nicht lange gehalten – gerade mal zwei Wochen. Am 10. Februar 2020 erreicht der Goldpreis mit 1.437,11 Euro pro Feinunze im Londoner AM-Fixing ein neues Euro-Allzeithoch, welches im PM-Fixing mit 1.439,64 Euro noch einmal getoppt wird.
An den Spotmärkten wird Gold am heutigen 11. Februar sogar mit bis zu 1.443,31 Euro gehandelt. Für die Dokumentation beziehe ich mich jedoch auf die AM- und PM-Fixings der LBMA, die diesen Sprung nicht mitmachen und knapp unter dem Höchstwert des Vortages bleiben.
Dienstag, 11. Februar 2020
Montag, 3. Februar 2020
Und der Goldpreis steigt weiter
Seit dem 3. Januar 2020 bewegt sich der Goldpreis in Euro kontinuierlich oberhalb des alten Höchstwerts aus dem Jahr 2012. Am 8. Januar erreichte er mit 1.421,87 Euro pro Feinunze im Londoner AM-Fixing ein vorläufiges Allzeithoch, um danach in Lauerstellung zu verharren.
Am 27. Januar 2020 schwang er sich schließlich zu einem neuen Allzeithoch von 1.436,66 Euro (AM-Fixing) auf und verweilt seitdem oberhalb der Marke vom 8. Januar.
Haupttreiber des Preises mag die Sorge vor dem aus China sich weltweit ausbreitenden Coronavirus gewesen sein, denn der belastet das Land und die Bewegungsfreiheit der Menschen.
Am 27. Januar 2020 schwang er sich schließlich zu einem neuen Allzeithoch von 1.436,66 Euro (AM-Fixing) auf und verweilt seitdem oberhalb der Marke vom 8. Januar.
Haupttreiber des Preises mag die Sorge vor dem aus China sich weltweit ausbreitenden Coronavirus gewesen sein, denn der belastet das Land und die Bewegungsfreiheit der Menschen.
Mittwoch, 8. Januar 2020
Allzeithoch beim Goldpreis in Euro
Heute geht die Meldung vom Allzeithoch des Goldpreises durch die Medien. Die sich zuspitzende Golfkrise hat ihn auf ein Rekordniveau getrieben. Doch ein Allzeithoch ist dies nur für den Goldpreis in Euro.
Am heutigen 8. Januar 2020 war die Feinunze Gold im Londoner AM-Fixing mit 1.421,87 Euro so teuer wie nie zuvor, hatte aber schon seit dem 3. Januar den historischen Höchstwert von 1.382,271 Euro (1. Oktober 2012, PM-Fixing) überschritten.
In US-Dollar kann davon keine Rede sein. In dieser Währung wurde Gold am 8. Januar 2020 mit 1.582,85 Dollar (AM-Fixing) zwar auf einem Mehrjahreshoch gehandelt. Allerdings war hier das Allzeithoch von 1.896,50 Dollar (5. September 2011, AM-Fixing) noch ein ganzes Stück weit entfernt.
In Britischen Pfund hatte der Goldpreis sein Allzeithoch von 1.278,06 Pfund bereits am 3. September 2019 (AM-Fixing) erreicht und lag am 8. Januar 2020 (AM-Fixing) mit 1.206,13 Pfund deutlich darunter.
Im Laufe des 8. Januar entspannte sich die Lage im Iran jedoch ein wenig und der Goldpreis gab überall nach.
Am heutigen 8. Januar 2020 war die Feinunze Gold im Londoner AM-Fixing mit 1.421,87 Euro so teuer wie nie zuvor, hatte aber schon seit dem 3. Januar den historischen Höchstwert von 1.382,271 Euro (1. Oktober 2012, PM-Fixing) überschritten.
In US-Dollar kann davon keine Rede sein. In dieser Währung wurde Gold am 8. Januar 2020 mit 1.582,85 Dollar (AM-Fixing) zwar auf einem Mehrjahreshoch gehandelt. Allerdings war hier das Allzeithoch von 1.896,50 Dollar (5. September 2011, AM-Fixing) noch ein ganzes Stück weit entfernt.
In Britischen Pfund hatte der Goldpreis sein Allzeithoch von 1.278,06 Pfund bereits am 3. September 2019 (AM-Fixing) erreicht und lag am 8. Januar 2020 (AM-Fixing) mit 1.206,13 Pfund deutlich darunter.
Im Laufe des 8. Januar entspannte sich die Lage im Iran jedoch ein wenig und der Goldpreis gab überall nach.
Freitag, 1. Februar 2019
Das Edelmetall-Buch versandkostenfrei
Februar-Angebot: "Das Edelmetall-Buch – Gold • Silber • Platin • Palladium • Ruthenium • Rhodium • Osmium • Iridium" erhalten Sie für Euro 19,99 versandkostenfrei innerhalb Deutschlands. Solange der Vorrat reicht und direkt beim Autor. Bestellen Sie hier oder gehen Sie über den Link rechts unter dem abgebildeten Cover für weitere Informationen.
Freitag, 23. Februar 2018
Bronze ist kein Edelmetall
Aus Anlass der sich dem Ende zuneigenden Olympischen
Winterspiele sei auf einen Fehler hingewiesen, der in den Medien immer wieder
auftaucht. Nein, Bronze ist kein Edelmetall.
Bronze ist nicht mal ein reines Metall, sondern eine Legierung aus mindestens
60 Prozent Kupfer sowie Zinn und/oder anderen Metallen wie Aluminium, Blei oder
Mangan. Wenn neben dem Kupfer Zink der Hauptlegierungszusatz ist, handelt es
sich übrigens nicht um Bronze, sondern um Messing.
Also liebe Sportler, freut
euch über eure Bronzemedaillen, aber um Edelmetall zu gewinnen, müsst ihr schon
Erster oder Zweiter werden.
Dienstag, 5. Dezember 2017
Blattgold
Die Advents- und Weihnachtszeit ist besonders reich an
Lichterschmuck und Glitzerkram, auch an golden glänzender Dekoration. Das
Wenigste davon ist echtvergoldet. Und wenn doch, dann mag den einen oder
anderen interessieren, wie teuer ein Überzug aus echtem Blattgold wohl sein
mag.
Dies lässt sich ganz einfach berechnen.
Ein Kubikzentimeter (= 1 x 1 x 1 cm) oder Milliliter Wasser mit der Dichte 1 wiegt ein Gramm. Gold hat die Dichte von 19,32. Also müssen wir den
Kubikzentimeter durch diesen Wert teilen, um das Volumen von einem Gramm Gold
zu kennen. Das macht 0,05176 Kubikzentimeter (= 1 x 1 x 0,05176 cm). Wer noch nie einen Ein-Gramm-Goldbarren gesehen hat, bekommt nun eine Vorstellung von dessen Ausmaßen…
Nun ist gewöhnliches Blattgold lediglich ein Zehntausendstel Millimeter, also ein Hunderttausendstel Zentimeter (= 0,00001 cm) dick. Teilen wir zur Berechnung der Fläche das Volumen durch die gewünschte Dicke (0,05176 : 0,00001 = 5.175,983). Das Gramm Blattgold hat also eine Fläche von rund 5.176 Quadratzentimetern, was etwas mehr als einem halben Quadratmeter entspricht.
Nun ist gewöhnliches Blattgold lediglich ein Zehntausendstel Millimeter, also ein Hunderttausendstel Zentimeter (= 0,00001 cm) dick. Teilen wir zur Berechnung der Fläche das Volumen durch die gewünschte Dicke (0,05176 : 0,00001 = 5.175,983). Das Gramm Blattgold hat also eine Fläche von rund 5.176 Quadratzentimetern, was etwas mehr als einem halben Quadratmeter entspricht.
Der Materialwert von einem Gramm Gold oder einem halben
Quadratmeter Blattgold liegt derzeit bei ungefähr 37 Euro.
Samstag, 2. September 2017
Bundesbank-Gold: Verlagerung vor der Zeit abgeschlossen
Rund drei Jahre vor dem geplanten Termin hat die Deutsche
Bundesbank ihr Lagerstellenkonzept abgeschlossen. Bis 2020 sollte die Hälfte
der deutschen Goldreserven im eigenen Land lagern. Wie das Institut am 23.August 2017 bekannt gab, ist dieses Ziel bereits erreicht, nachdem im laufenden Jahr die restlichen 91
Tonnen Gold aus Paris geholt wurden. In Frankfurt lagern nunmehr 50,6 Prozent
der deutschen Goldreserve von 3.378 Tonnen:
|
Lagerort
|
Bestand
|
Anteil
|
|
Deutsche
Bundesbank, Frankfurt am Main
|
1.710
t
|
50,6
%
|
|
Federal
Reserve Bank, New York
|
1.236
t
|
36,6
%
|
|
Bank
of England, London
|
432
t
|
12,8
%
|
|
Banque
de France, Paris
|
aufgelöst
|
0
%
|
|
Insgesamt (Stand: 23. August 2017)
|
3.378 t
|
100,0 %
|
Gewisse ausländische Bestände hält die Zentralbank für
sinnvoll, um Gold an Goldhandelsplätzen in Fremdwährungen tauschen zu können.
Deshalb bleiben die Depots in New York und London bestehen.
Freitag, 23. Juni 2017
Palladium-Margen springen dreimal in acht Tagen
Was geschieht hier?
Innerhalb von acht Tagen hat die CME
Group ihre Maintenance Margin für Palladium-Terminkontrakte dreimal deutlich
angehoben: am 14. Juni 2017 von 4.000
auf 4.500 US-Dollar, am 16. Juni auf 5.500 Dollar und am 22. Juni weiter auf
6.500 Dollar. Die Änderungen wurden jeweils am nächsten Handelstag wirksam.
Der Preis lag im PM-Fixing am 22. Juni mit 889 Dollar pro Feinunze sogar um 2 Dollar unter dem Preis vom 14. Juni (891 Dollar). Was also rechtfertigt die Margenerhöhungen?
Nachtrag vom 30. Juni: Am 29. Juni machte die Maintenance-Margin für Palladium den größten Sprung auf 7.800 Dollar (das ist der höchste Wert mindestens seit 2010 – weiter zurück reichen meine Aufzeichnungen nicht). An dem Tag war der Preis aber schon schon auf 862 Dollar gefallen.
Nachtrag vom 7. Juli: Am 6. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium einen noch größeren Sprung auf 9.400 Dollar, während der Preis weiter auf 844 Dollar fiel. Das ist schon die fünfte Anhebung innerhalb kürzester Zeit, für die vom Preis her kein Anlass zu erkennen ist.
Nachtrag vom 14. Juli: Am 13. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium-Futures ihren wöchentlichen Sprung auf diesmal 11.200 Dollar. Die Initial-Margin liegt jeweils 10 Prozent darüber. Der Preis im PM-Fixing erreichte 869 Dollar pro Feinunze. Dies ist also die sechste Anhebung innerhalb knapp eines Monats auf inzwischen fast die dreifache Margenhöhe, während sich beim Preis wenig tut.
Nachtrag vom 28. Juli: Diesmal hat es immerhin zwei Wochen gedauert. Am 27. Juli wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 13.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 879 Dollar pro Feinunze. Die Maintenance-Margin für Platin wurde bei der Gelegenheit übrigens von 1.900 auf 1.600 Dollar gesenkt.
Nachtrag vom 4. August: Es scheint eine unendliche Geschichte werden zu wollen – mit der achten Margenerhöhung in etwas über sieben Wochen auf mehr als das Vierfache des Ausgangswertes bei geringen Preisänderungen. Am 3. August wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 16.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 895 Dollar pro Feinunze. Ich hoffe noch immer, dass mir jemand erklärt, was hier geschieht…
Der Preis lag im PM-Fixing am 22. Juni mit 889 Dollar pro Feinunze sogar um 2 Dollar unter dem Preis vom 14. Juni (891 Dollar). Was also rechtfertigt die Margenerhöhungen?
Nachtrag vom 30. Juni: Am 29. Juni machte die Maintenance-Margin für Palladium den größten Sprung auf 7.800 Dollar (das ist der höchste Wert mindestens seit 2010 – weiter zurück reichen meine Aufzeichnungen nicht). An dem Tag war der Preis aber schon schon auf 862 Dollar gefallen.
Nachtrag vom 7. Juli: Am 6. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium einen noch größeren Sprung auf 9.400 Dollar, während der Preis weiter auf 844 Dollar fiel. Das ist schon die fünfte Anhebung innerhalb kürzester Zeit, für die vom Preis her kein Anlass zu erkennen ist.
Nachtrag vom 14. Juli: Am 13. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium-Futures ihren wöchentlichen Sprung auf diesmal 11.200 Dollar. Die Initial-Margin liegt jeweils 10 Prozent darüber. Der Preis im PM-Fixing erreichte 869 Dollar pro Feinunze. Dies ist also die sechste Anhebung innerhalb knapp eines Monats auf inzwischen fast die dreifache Margenhöhe, während sich beim Preis wenig tut.
Nachtrag vom 28. Juli: Diesmal hat es immerhin zwei Wochen gedauert. Am 27. Juli wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 13.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 879 Dollar pro Feinunze. Die Maintenance-Margin für Platin wurde bei der Gelegenheit übrigens von 1.900 auf 1.600 Dollar gesenkt.
Nachtrag vom 4. August: Es scheint eine unendliche Geschichte werden zu wollen – mit der achten Margenerhöhung in etwas über sieben Wochen auf mehr als das Vierfache des Ausgangswertes bei geringen Preisänderungen. Am 3. August wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 16.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 895 Dollar pro Feinunze. Ich hoffe noch immer, dass mir jemand erklärt, was hier geschieht…
Samstag, 11. Februar 2017
Bundesbank-Gold: Tresore füllen sich
Mit ihrem 2013 begonnenen Vorhaben, die deutschen
Goldreserven ins eigene Land zu holen, ist die Deutsche Bundesbank ein gutes
Stück voran gekommen, wie sie am 9. Februar bekannt gab. Sie liegt sogar drei Jahre
vor dem Plan. 2016 verlagerte sie 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus
Paris nach Frankfurt. Nach dem Lagerstellenkonzept von 2013 sollte erst 2020
die Hälfte der deutschen Goldreserven im eigenen Land lagern. Nun sind es
bereits 47,9 Prozent.
Gewisse ausländische Bestände hält sie allerdings für
sinnvoll, um Gold an Goldhandelsplätzen in Fremdwährungen tauschen zu können.
Deshalb bleiben die Depots in New York und London bestehen, während das in
Paris aufgelöst wird.
|
Lagerort
|
Bestand
|
Anteil
|
|
Deutsche
Bundesbank, Frankfurt am Main
|
1.619
t
|
47,9
%
|
|
Federal
Reserve Bank, New York
|
1.236
t
|
36,6
%
|
|
Bank
of England, London
|
432
t
|
12,8
%
|
|
Banque
de France, Paris
|
91
t
|
2,7
%
|
|
Insgesamt (Stand: 31. Dezember 2016)
|
3.378 t
|
100,0 %
|
Die Ende 2016 in ihrem Besitz befindlichen 3.378 Tonnen Gold
hatten zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtwert von etwa 119,3 Milliarden Euro.
Donnerstag, 8. Dezember 2016
Neu: Iridium-Barren
Iridium ist ein Platinmetall und wurde 1803 entdeckt.
Der Name weist aufgrund der Farbenpracht der Iridiumsalze auf das griechische "iris" für Regenbogen hin. Die
Dichte liegt mit
22,562 Gramm pro Kubikzentimeter geringfügig unterhalb der des Osmiums. Bis vor
einigen Jahren galt Iridium als das schwerste Element und wird in einigen
Quellen daher noch immer so dargestellt. Es ist silbergrau glänzend, sehr hart
und spröde.
In der Natur kommt Iridium oft gemeinsam mit anderen Platinmetallen vor, aber auch elementar im gediegenen
Zustand. Weiterhin bildet es mit Osmium natürlich vorkommende Minerale: Nämlich
Osmiridium, welches etwa 50 Prozent
Iridium enthält – der Rest ist Osmium, Platin, Ruthenium und Rhodium. Und Iridosmin oder Iridosmium, welches aus etwa 25 Prozent
Iridium und den restlichen 75 Prozent Osmium besteht.
Nennenswerte Vorkommen befinden sich im Bushveld Komplex (Südafrika), im Ural, in Nord- und
Südamerika, in Tasmanien, auf Borneo und in Japan. Nur die südafrikanischen
Vorkommen haben wirtschaftliche Bedeutung.
Verlässliche Angaben über die Iridium-Jahresförderung habe ich
nicht gefunden. Ihre Größenordnung soll bei etwa vier bis sechs Tonnen liegen (Quelle: Das Edelmetall-Buch).
Iridium wird neuerdings auch als Barren mit dem Gewicht von einer Feinunze angeboten. Dies ist aber eher für Sammler als für Anleger interessant. Denn
während heute nach dem London-Fixing der Preis für Iridium bei 675 Dollar pro
Feinunze liegt, kostet der Barren 928,20 Euro (allerdings lag Iridium 2011/2012 auch schon bei 1.085 Dollar pro Feinunze). Grund für den hohen Aufpreis ist
die extrem aufwändige Herstellung der Barren aufgrund der Sprödigkeit und des
hohen Schmelzpunkts von über 2.400 °C.
Freitag, 14. Oktober 2016
Elektromobilität und Platinmetalle
Was geschieht mit der Nachfrage nach Platin, Palladium und
Rhodium, wenn die Elektromobilität stark zunimmt, wie es beispielsweise der
Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in seinem Buch "Wer kriegt die Kurve?" (Campus 2016) mittelfristig erwartet?
Denn ein Großteil der Platinmetalle wird bislang für Fahrzeugkatalysatoren benötigt. Im Jahr 2015 beispielsweise waren dies bei Platin 44 Prozent, bei Palladium 80 Prozent und bei Rhodium sogar 85 Prozent der weltweiten Gesamtnachfrage (siehe Tabelle).
Denn ein Großteil der Platinmetalle wird bislang für Fahrzeugkatalysatoren benötigt. Im Jahr 2015 beispielsweise waren dies bei Platin 44 Prozent, bei Palladium 80 Prozent und bei Rhodium sogar 85 Prozent der weltweiten Gesamtnachfrage (siehe Tabelle).
2015
|
Produktion
in Kilogramm
|
Nachfrage
gesamt in Kilogramm
|
Nachfrage Katalysatoren
in
Kilogramm
|
Kat-Anteil an gesamter Nachfrage in Prozent
|
Platin
|
249.450
|
258.314
|
114.927
|
44
|
Palladium
|
288.516
|
291.626
|
231.939
|
80
|
Rhodium
|
32.939
|
31.010
|
26.469
|
85
|
Quelle: Johnson Matthey und eigene Berechnung
| ||||
Vor allem der Zukunftsmarkt China mit seinen
abgasverseuchten Städten setzt massiv auf Elektroautos. Es bedarf wohl keiner
ausgeprägten hellseherischen Fähigkeiten, um zu vermuten, dass der Bedarf an
Platinmetallen für Fahrzeugkatalysatoren erheblich zurückgehen wird, wenn
Verbrennungsmotoren nach und nach durch Elektromotoren abgelöst werden. Dies
dürfte sich dann auch in den Preisen für Platinmetalle niederschlagen.
Freitag, 8. Juli 2016
Edelmetall-Margen bei der COMEX in Bewegung
Weil die Edelmetall-Preise weiter steigen, hat die COMEX
ihre Margen für Gold- und Silber-Terminkontrakte weiter angehoben. Zum 1. Juli
stieg die Maintenance Margin für Gold nur vier Tage nach der letzten Erhöhung
auf 6.000 und die Initial Margin auf 6.600 US-Dollar.
Für Palladium sank zugleich die Maintenance Margin von 4.200
auf 3.500 US-Dollar und die Initial Margin von 4.620 auf 3.850 US-Dollar.
Für Silber wurden die Margen zum heutigen 8. Juli angehoben,
und zwar die Maintenance Margin von 4.800 auf 5.250 US-Dollar und die Initial
Margin von 5.280 auf 5.775 US-Dollar.
Samstag, 25. Juni 2016
Brexit lässt Goldpreis und COMEX-Margen kräftig steigen
Nachdem die Bürger Großbritanniens am 23. Juni mehrheitlich
für einen Austritt aus der EU gestimmt und dafür gesorgt haben, dass ihr Land
vielleicht bald nur noch Britannien oder sogar lediglich England heißt, ist der
Goldpreis – wie für dieses Szenario erwartet – kräftig gestiegen.
Umgehend erhöhte die COMEX ihre Margen für Gold-Terminkontrakte.
Am 24. Juni (Freitag) gab sie bekannt, dass zum 27. Juni (Montag) die Maintenance Margin von 4.500 auf 5.500 US-Dollar und die Initial
Margin von 4.950 auf 6.050 US-Dollar angehoben werden.
Mittwoch, 20. April 2016
Neu: Chinas Yuan-Gold-Fixing in Shanghai
Am 19. April 2016
um 10 Uhr Ortszeit (02:00 MESZ) startete China sein eigenes Gold-Fixing
an der Shanghai Gold Exchange. Zweimal täglich, nämlich um 10 Uhr und um 14:30 Uhr, wird der Referenzkurs in
Yuan pro Gramm festgelegt. Am ersten Handelstag ergaben sich Kurse von 256,92
Yuan am Morgen und 257,29 Yuan am Nachmittag.
Mittwoch, 2. März 2016
Silber: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)
Auf dem Silbermarkt sind Angebot und Nachfrage im Jahr 2015
gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies zeigen vorläufige Zahlen des "Thomson
Reuters 2015 Interim Silver Market Report", veröffentlicht durch The Silver Institute. Die
Umrechnung von Unzen in Tonnen habe ich selbst vorgenommen (Rundungsdifferenzen möglich).
Silberangebot in Tonnen
|
2012
|
2013
|
2014
|
2015
|
Effektive
Minenproduktion
|
24.494
|
25.878
|
26.905
|
26.973
|
Sonstige
|
6.721
|
5.117
|
5.726
|
4.578
|
Gesamt
|
31.206
|
30.995
|
32.631
|
31.551
|
Spätere Korrekturen der Angaben sind zu erwarten.
|
||||
Silbernachfrage in Tonnen
|
2012
|
2013
|
2014
|
2015
|
Schmuckindustrie
|
7.129
|
8.609
|
8.871
|
8.709
|
Barren-
und Münzhandel
|
4.407
|
7.042
|
6.330
|
6.423
|
Industrie
|
18.566
|
18.715
|
18.513
|
17.751
|
Gesamt
|
30.102
|
34.363
|
33.713
|
32.879
|
Quelle:
The Silver Institute – Stand März 2016
|
||||
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Die Symbolik von Gold
Gold ist seit jeher ein Stoff von großer Symbolkraft. Sein
gelblicher Schimmer und sein bleibender Glanz machten das Edelmetall bei vielen
Völkern zum Sinnbild für die Sonne, für das Licht und für das Göttliche mit
seiner Unvergänglichkeit. Daher wurden schon vor Jahrtausenden Schmuck,
Tempelgeräte und andere rituelle Gegenstände aus Gold gefertigt.
In geistig-spirituellen Kreisen hingegen ist Gold noch heute
ein Symbol für Weisheit, Klarheit und Inspiration. Die Farbe ist eine Metapher
für den Gipfelpunkt der geistigen Entwicklung.
Ich wünsche den Lesern meines Edelmetall-Blogs ein goldenes Jahr 2016…
Donnerstag, 12. November 2015
Goldminen-Produktion im 3. Quartal 2015
Das World Gold Council hat seinen neuen Bericht für das 3. Quartal 2015 veröffentlicht. Danach ist die Minenproduktion mit 827,8 Tonnen gegenüber dem
3. Quartal 2014 mit 836,1 Tonnen um etwa ein Prozent gefallen. Steigerungen der
Goldgewinnung sind kaum zu erwarten.
Denn die Produktion älterer Minen, vor allem in Südafrika
und in den USA, lässt spürbar
nach. Bis vor kurzem wurde dies durch die Produktionssteigerungen neuer Minen
aufgefangen, welche inzwischen aber mit voller Kraft arbeiten und daher keine
weiteren Zuwächse versprechen. Da zugleich weniger in die Exploration und
Entwicklung investiert wurde, befinden sich weniger neue Minenprojekte in der
Pipeline.
Die Kosten der Goldproduktion sind weiter gefallen, was
jedoch vor allem an günstigen Wechselkursen und Ölpreisen liegt. Dies sind
temporäre Faktoren, die sich schnell auch wieder ändern können.
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Die Goldbarrenliste der Deutschen Bundesbank
Nach jahrelanger Kritik an der Geheimniskrämerei der
Deutschen Bundesbank bezüglich der Lagerorte ihrer Goldbestände hat man sich
dort entschlossen, die komplette Liste sämtlicher Goldbarren publik zu machen.
Die Lektüre des 2.302 Seiten umfassenden Dokuments ist
zugegebenermaßen nicht sehr spannend, aber aufschlussreich. Aufgeführt sind
270.316 Goldbarren, von denen 95.364 bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt
am Main lagern, 35.066 bei der Bank of England in London, 24.455 bei der Banque
de France in Paris und 115.431 bei der Federal Reserve Bank of New York in New
York.
Die Liste mit dem Stand vom 31. Dezember 2014 wurde am 7. Oktober 2015
veröffentlicht und soll fortan jährlich aktualisiert werden. Sie nennt jeden
einzelnen Goldbarren mit Inventarnummer, Gewicht, Feinheit und Feingewicht auf
ein Zehntel Gramm genau (insgesamt 3.384.227,7839 Kilogramm oder 3.384 Tonnen).
Dienstag, 13. Oktober 2015
Engpässe bei Silbermünzen
Den weitaus größten Teil des gehandelten Silbers gibt es gar
nicht. Es existiert nur als Terminkontrakt oder ähnlich auf Papier oder in
Computersystemen. 2014 wurde allein an der New Yorker COMEX mehr als 60 Mal
soviel Silber gehandelt, wie im gesamten Jahr an physischem Silber auf dem Weltmarkt
produziert wurde. Diese gewaltigen Handelsvolumina an imaginärem Silber
bestimmen den Preis des Edelmetalls ungeachtet der Knappheit physischen
Silbers.
So ist es möglich, dass der Preis als Knappheitsindikator versagt. Wenn reales Silber kaum zu kriegen ist, müsste sein Preis gewaltig ansteigen. Tatsächlich kann er aber auf niedrigem Niveau verharren, weil aus dem Nichts erzeugte Terminkontrakte ein riesiges Angebot vorgaukeln. Der Preis wird künstlich nach unten gedrückt.
Eine ähnliche Situation scheint zur Zeit vorzuliegen. Die Nachfrage nach echtem Silber, insbesondere nach Münzen, ist enorm hoch. Wie das Silver Institute vermeldet, sind gegenwärtig Engpässe bei der Versorgung mit Silbermünzen zu beobachten. Die staatlichen Münzprägeanstalten in den USA, in Kanada, Australien, Österreich und Großbritannien – allesamt Hersteller beliebter Anlagemünzen – haben ihre Lieferungen rationiert. Auch Barren unter 100 Unzen sind davon betroffen. Käufer müssen teilweise drei bis vier Wochen auf Münzen warten, die normalerweise jederzeit verfügbar sind. Einen solchen Vorgang hat es – außer gelegentlich bei der U.S. Mint – in jüngerer Vergangenheit nicht gegeben.
So ist es möglich, dass der Preis als Knappheitsindikator versagt. Wenn reales Silber kaum zu kriegen ist, müsste sein Preis gewaltig ansteigen. Tatsächlich kann er aber auf niedrigem Niveau verharren, weil aus dem Nichts erzeugte Terminkontrakte ein riesiges Angebot vorgaukeln. Der Preis wird künstlich nach unten gedrückt.
Eine ähnliche Situation scheint zur Zeit vorzuliegen. Die Nachfrage nach echtem Silber, insbesondere nach Münzen, ist enorm hoch. Wie das Silver Institute vermeldet, sind gegenwärtig Engpässe bei der Versorgung mit Silbermünzen zu beobachten. Die staatlichen Münzprägeanstalten in den USA, in Kanada, Australien, Österreich und Großbritannien – allesamt Hersteller beliebter Anlagemünzen – haben ihre Lieferungen rationiert. Auch Barren unter 100 Unzen sind davon betroffen. Käufer müssen teilweise drei bis vier Wochen auf Münzen warten, die normalerweise jederzeit verfügbar sind. Einen solchen Vorgang hat es – außer gelegentlich bei der U.S. Mint – in jüngerer Vergangenheit nicht gegeben.
Dienstag, 22. September 2015
Rhodium: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)
Auf seiner Website gibt Johnson Matthey die neuesten Rhodium-Marktdaten für das Jahr 2015 bekannt. Die Zahlen für 2015
sind hochgerechnet bzw. geschätzt. Ältere Zahlen werden in der Regel noch
konsolidiert.
Rhodiumangebot in Kilogramm
|
2013
|
2014
|
2015*
|
Minenproduktion
|
21.555
|
19.191
|
22.581
|
Recycling
|
8.647
|
9.829
|
10.357
|
Gesamt
|
30.201
|
29.020
|
32.939
|
Eigene Umrechnung von Unzen in Kilogramm
|
|||
Rhodiumnachfrage in Kilogramm
|
2013
|
2014
|
2015*
|
Fahrzeugkatalysatoren
|
24.447
|
26.034
|
26.469
|
Sonstige Industrien
|
6.625
|
5.225
|
4.541
|
Gesamt
|
31.072
|
31.259
|
31.010
|
Lagerbestände (Puffer)
|
-871
|
-2.239
|
1.928
|
* = Hochrechnungen nach Stand Mai 2015
|
|||
Quelle: Johnson Matthey
|
|||
Aus irgendwelchen Gründen wird das Recycling von Johnson
Matthey immer als negative Nachfrage geführt. Dadurch scheint das Angebot
knapper, als es tatsächlich ist. Da recyceltes Edelmetall meiner Ansicht nach
jedoch als Angebot zur Verfügung steht, bringe ich es auch auf der
Angebotsseite unter.
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