Montag, 3. Februar 2020

Und der Goldpreis steigt weiter

Seit dem 3. Januar 2020 bewegt sich der Goldpreis in Euro kontinuierlich oberhalb des alten Höchstwerts aus dem Jahr 2012. Am 8. Januar erreichte er mit 1.421,87 Euro pro Feinunze im Londoner AM-Fixing ein vorläufiges Allzeithoch, um danach in Lauerstellung zu verharren.

Am 27. Januar 2020 schwang er sich schließlich zu einem neuen Allzeithoch von 1.436,66 Euro (AM-Fixing) auf und verweilt seitdem oberhalb der Marke vom 8. Januar.

Haupttreiber des Preises mag die Sorge vor dem aus China sich weltweit ausbreitenden Coronavirus gewesen sein, denn der belastet das Land und die Bewegungsfreiheit der Menschen.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Allzeithoch beim Goldpreis in Euro

Heute geht die Meldung vom Allzeithoch des Goldpreises durch die Medien. Die sich zuspitzende Golfkrise hat ihn auf ein Rekordniveau getrieben. Doch ein Allzeithoch ist dies nur für den Goldpreis in Euro.

Am heutigen 8. Januar 2020 war die Feinunze Gold im Londoner AM-Fixing mit 1.421,87 Euro so teuer wie nie zuvor, hatte aber schon seit dem 3. Januar den historischen Höchstwert von 1.382,271 Euro (1. Oktober 2012, PM-Fixing) überschritten.

In US-Dollar kann davon keine Rede sein. In dieser Währung wurde Gold am 8. Januar 2020 mit 1.582,85 Dollar (AM-Fixing) zwar auf einem Mehrjahreshoch gehandelt. Allerdings war hier das Allzeithoch von 1.896,50 Dollar (5. September 2011, AM-Fixing) noch ein ganzes Stück weit entfernt.

In Britischen Pfund hatte der Goldpreis sein Allzeithoch von 1.278,06 Pfund bereits am 3. September 2019 (AM-Fixing) erreicht und lag am 8. Januar 2020 (AM-Fixing) mit 1.206,13 Pfund deutlich darunter.

Im Laufe des 8. Januar entspannte sich die Lage im Iran jedoch ein wenig und der Goldpreis gab überall nach.

Freitag, 1. Februar 2019

Das Edelmetall-Buch versandkostenfrei

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Freitag, 23. Februar 2018

Bronze ist kein Edelmetall

Aus Anlass der sich dem Ende zuneigenden Olympischen Winterspiele sei auf einen Fehler hingewiesen, der in den Medien immer wieder auftaucht. Nein, Bronze ist kein Edelmetall. Bronze ist nicht mal ein reines Metall, sondern eine Legierung aus mindestens 60 Prozent Kupfer sowie Zinn und/oder anderen Metallen wie Aluminium, Blei oder Mangan. Wenn neben dem Kupfer Zink der Hauptlegierungszusatz ist, handelt es sich übrigens nicht um Bronze, sondern um Messing.

Also liebe Sportler, freut euch über eure Bronzemedaillen, aber um Edelmetall zu gewinnen, müsst ihr schon Erster oder Zweiter werden.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Blattgold

Die Advents- und Weihnachtszeit ist besonders reich an Lichterschmuck und Glitzerkram, auch an golden glänzender Dekoration. Das Wenigste davon ist echtvergoldet. Und wenn doch, dann mag den einen oder anderen interessieren, wie teuer ein Überzug aus echtem Blattgold wohl sein mag.

Dies lässt sich ganz einfach berechnen.

Ein Kubikzentimeter (= 1 x 1 x 1 cm) oder Milliliter Wasser mit der Dichte 1 wiegt ein Gramm. Gold hat die Dichte von 19,32. Also müssen wir den Kubikzentimeter durch diesen Wert teilen, um das Volumen von einem Gramm Gold zu kennen. Das macht 0,05176 Kubikzentimeter (= 1 x 1 x 0,05176 cm). Wer noch nie einen Ein-Gramm-Goldbarren gesehen hat, bekommt nun eine Vorstellung von dessen Ausmaßen…

Nun ist gewöhnliches Blattgold lediglich ein Zehntausendstel Millimeter, also ein Hunderttausendstel Zentimeter (= 0,00001 cm) dick. Teilen wir zur Berechnung der Fläche das Volumen durch die gewünschte Dicke (0,05176 : 0,00001 = 5.175,983). Das Gramm Blattgold hat also eine Fläche von rund 5.176 Quadratzentimetern, was etwas mehr als einem halben Quadratmeter entspricht.

Der Materialwert von einem Gramm Gold oder einem halben Quadratmeter Blattgold liegt derzeit bei ungefähr 37 Euro.

Samstag, 2. September 2017

Bundesbank-Gold: Verlagerung vor der Zeit abgeschlossen

Rund drei Jahre vor dem geplanten Termin hat die Deutsche Bundesbank ihr Lagerstellenkonzept abgeschlossen. Bis 2020 sollte die Hälfte der deutschen Goldreserven im eigenen Land lagern. Wie das Institut am 23.August 2017 bekannt gab, ist dieses Ziel bereits erreicht, nachdem im laufenden Jahr die restlichen 91 Tonnen Gold aus Paris geholt wurden. In Frankfurt lagern nunmehr 50,6 Prozent der deutschen Goldreserve von 3.378 Tonnen:

Lagerort
Bestand
Anteil
Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
1.710 t
50,6 %
Federal Reserve Bank, New York
1.236 t
36,6 %
Bank of England, London
432 t
12,8 %
Banque de France, Paris
aufgelöst
0 %
Insgesamt (Stand: 23. August 2017)
3.378 t
100,0 %

Gewisse ausländische Bestände hält die Zentralbank für sinnvoll, um Gold an Goldhandelsplätzen in Fremdwährungen tauschen zu können. Deshalb bleiben die Depots in New York und London bestehen.

Freitag, 23. Juni 2017

Palladium-Margen springen dreimal in acht Tagen

Was geschieht hier?

Innerhalb von acht Tagen hat die CME Group ihre Maintenance Margin für Palladium-Terminkontrakte dreimal deutlich angehoben: am  14. Juni 2017 von 4.000 auf 4.500 US-Dollar, am 16. Juni auf 5.500 Dollar und am 22. Juni weiter auf 6.500 Dollar. Die Änderungen wurden jeweils am nächsten Handelstag wirksam.

Der Preis lag im PM-Fixing am 22. Juni mit 889 Dollar pro Feinunze sogar um 2 Dollar unter dem Preis vom 14. Juni (891 Dollar). Was also rechtfertigt die Margenerhöhungen?

Nachtrag vom 30. Juni: Am 29. Juni machte die Maintenance-Margin für Palladium den größten Sprung auf 7.800 Dollar (das ist der höchste Wert mindestens seit 2010 – weiter zurück reichen meine Aufzeichnungen nicht). An dem Tag war der Preis aber schon schon auf 862 Dollar gefallen.

Nachtrag vom 7. Juli: Am 6. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium einen noch größeren Sprung auf 9.400 Dollar, während der Preis weiter auf 844 Dollar fiel. Das ist schon die fünfte Anhebung innerhalb kürzester Zeit, für die vom Preis her kein Anlass zu erkennen ist.

Nachtrag vom 14. Juli: Am 13. Juli machte die Maintenance-Margin für Palladium-Futures ihren wöchentlichen Sprung auf diesmal 11.200 Dollar. Die Initial-Margin liegt jeweils 10 Prozent darüber. Der Preis im PM-Fixing erreichte 869 Dollar pro Feinunze. Dies ist also die sechste Anhebung innerhalb knapp eines Monats auf inzwischen fast die dreifache Margenhöhe, während sich beim Preis wenig tut.

Nachtrag vom 28. Juli: Diesmal hat es immerhin zwei Wochen gedauert. Am 27. Juli wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 13.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 879 Dollar pro Feinunze. Die Maintenance-Margin für Platin wurde bei der Gelegenheit übrigens von 1.900 auf 1.600 Dollar gesenkt.

Nachtrag vom 4. August: Es scheint eine unendliche Geschichte werden zu wollen – mit der achten Margenerhöhung in etwas über sieben Wochen auf mehr als das Vierfache des Ausgangswertes bei geringen Preisänderungen. Am 3. August wurde die Maintenance-Margin für Palladium-Futures auf 16.200 Dollar angehoben. Der Preis im PM-Fixing lag bei 895 Dollar pro Feinunze. Ich hoffe noch immer, dass mir jemand erklärt, was hier geschieht…

Samstag, 11. Februar 2017

Bundesbank-Gold: Tresore füllen sich

Mit ihrem 2013 begonnenen Vorhaben, die deutschen Goldreserven ins eigene Land zu holen, ist die Deutsche Bundesbank ein gutes Stück voran gekommen, wie sie am 9. Februar bekannt gab. Sie liegt sogar drei Jahre vor dem Plan. 2016 verlagerte sie 111 Tonnen aus New York und 105 Tonnen aus Paris nach Frankfurt. Nach dem Lagerstellenkonzept von 2013 sollte erst 2020 die Hälfte der deutschen Goldreserven im eigenen Land lagern. Nun sind es bereits 47,9 Prozent.

Gewisse ausländische Bestände hält sie allerdings für sinnvoll, um Gold an Goldhandelsplätzen in Fremdwährungen tauschen zu können. Deshalb bleiben die Depots in New York und London bestehen, während das in Paris aufgelöst wird.

Lagerort
Bestand
Anteil
Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main
1.619 t
47,9 %
Federal Reserve Bank, New York
1.236 t
36,6 %
Bank of England, London
432 t
12,8 %
Banque de France, Paris
91 t
2,7 %
Insgesamt (Stand: 31. Dezember 2016)
3.378 t
100,0 %

Die Ende 2016 in ihrem Besitz befindlichen 3.378 Tonnen Gold hatten zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtwert von etwa 119,3 Milliarden Euro.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Neu: Iridium-Barren

Iridium ist ein Platinmetall und wurde 1803 entdeckt. Der Name weist aufgrund der Farbenpracht der Iridiumsalze auf das griechische "iris" für Regenbogen hin. Die Dichte liegt mit 22,562 Gramm pro Kubikzentimeter geringfügig unterhalb der des Osmiums. Bis vor einigen Jahren galt Iridium als das schwerste Element und wird in einigen Quellen daher noch immer so dargestellt. Es ist silbergrau glänzend, sehr hart und spröde.

In der Natur kommt Iridium oft gemeinsam mit anderen Platinmetallen vor, aber auch elementar im gediegenen Zustand. Weiterhin bildet es mit Osmium natürlich vorkommende Minerale: Nämlich Osmiridium, welches etwa 50 Prozent Iridium enthält – der Rest ist Osmium, Platin, Ruthenium und Rhodium. Und Iridosmin oder Iridosmium, welches aus etwa 25 Prozent Iridium und den restlichen 75 Prozent Osmium besteht.

Nennenswerte Vorkommen befinden sich im Bushveld Komplex (Südafrika), im Ural, in Nord- und Südamerika, in Tasmanien, auf Borneo und in Japan. Nur die südafrikanischen Vorkommen haben wirtschaftliche Bedeutung.

Verlässliche Angaben über die Iridium-Jahresförderung habe ich nicht gefunden. Ihre Größenordnung soll bei etwa vier bis sechs Tonnen liegen (Quelle: Das Edelmetall-Buch).

Iridium wird neuerdings auch als Barren mit dem Gewicht von einer Feinunze angeboten. Dies ist aber eher für Sammler als für Anleger interessant. Denn während heute nach dem London-Fixing der Preis für Iridium bei 675 Dollar pro Feinunze liegt, kostet der Barren 928,20 Euro (allerdings lag Iridium 2011/2012 auch schon bei 1.085 Dollar pro Feinunze). Grund für den hohen Aufpreis ist die extrem aufwändige Herstellung der Barren aufgrund der Sprödigkeit und des hohen Schmelzpunkts von über 2.400 °C.

Freitag, 14. Oktober 2016

Elektromobilität und Platinmetalle

Was geschieht mit der Nachfrage nach Platin, Palladium und Rhodium, wenn die Elektromobilität stark zunimmt, wie es beispielsweise der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in seinem Buch "Wer kriegt die Kurve?" (Campus 2016) mittelfristig erwartet?

Denn ein Großteil der Platinmetalle wird bislang für Fahrzeugkatalysatoren benötigt. Im Jahr 2015 beispielsweise waren dies bei Platin 44 Prozent, bei Palladium 80 Prozent und bei Rhodium sogar 85 Prozent der weltweiten Gesamtnachfrage (siehe Tabelle).

2015
Produktion
in Kilogramm
Nachfrage
gesamt in Kilogramm
Nachfrage Katalysatoren
in Kilogramm
Kat-Anteil an gesamter Nachfrage in Prozent
Platin
249.450
258.314
114.927
44
Palladium
288.516
291.626
231.939
80
Rhodium
32.939
31.010
26.469
85
Quelle: Johnson Matthey und eigene Berechnung

Vor allem der Zukunftsmarkt China mit seinen abgasverseuchten Städten setzt massiv auf Elektroautos. Es bedarf wohl keiner ausgeprägten hellseherischen Fähigkeiten, um zu vermuten, dass der Bedarf an Platinmetallen für Fahrzeugkatalysatoren erheblich zurückgehen wird, wenn Verbrennungsmotoren nach und nach durch Elektromotoren abgelöst werden. Dies dürfte sich dann auch in den Preisen für Platinmetalle niederschlagen.

Freitag, 8. Juli 2016

Edelmetall-Margen bei der COMEX in Bewegung

Weil die Edelmetall-Preise weiter steigen, hat die COMEX ihre Margen für Gold- und Silber-Terminkontrakte weiter angehoben. Zum 1. Juli stieg die Maintenance Margin für Gold nur vier Tage nach der letzten Erhöhung auf 6.000 und die Initial Margin auf 6.600 US-Dollar.

Für Palladium sank zugleich die Maintenance Margin von 4.200 auf 3.500 US-Dollar und die Initial Margin von 4.620 auf 3.850 US-Dollar.

Für Silber wurden die Margen zum heutigen 8. Juli angehoben, und zwar die Maintenance Margin von 4.800 auf 5.250 US-Dollar und die Initial Margin von 5.280 auf 5.775 US-Dollar.

Samstag, 25. Juni 2016

Brexit lässt Goldpreis und COMEX-Margen kräftig steigen

Nachdem die Bürger Großbritanniens am 23. Juni mehrheitlich für einen Austritt aus der EU gestimmt und dafür gesorgt haben, dass ihr Land vielleicht bald nur noch Britannien oder sogar lediglich England heißt, ist der Goldpreis – wie für dieses Szenario erwartet – kräftig gestiegen.

Umgehend erhöhte die COMEX ihre Margen für Gold-Terminkontrakte. Am 24. Juni (Freitag) gab sie bekannt, dass zum 27. Juni (Montag) die Maintenance Margin von 4.500 auf 5.500 US-Dollar und die Initial Margin von 4.950 auf 6.050 US-Dollar angehoben werden.

Mittwoch, 20. April 2016

Neu: Chinas Yuan-Gold-Fixing in Shanghai

Am 19. April 2016  um 10 Uhr Ortszeit (02:00 MESZ) startete China sein eigenes Gold-Fixing an der Shanghai Gold Exchange. Zweimal täglich, nämlich um 10 Uhr und um 14:30 Uhr, wird der Referenzkurs in Yuan pro Gramm festgelegt. Am ersten Handelstag ergaben sich Kurse von 256,92 Yuan am Morgen und 257,29 Yuan am Nachmittag.

Mittwoch, 2. März 2016

Silber: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)

Auf dem Silbermarkt sind Angebot und Nachfrage im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dies zeigen vorläufige Zahlen des "Thomson Reuters 2015 Interim Silver Market Report", veröffentlicht durch The Silver Institute. Die Umrechnung von Unzen in Tonnen habe ich selbst vorgenommen (Rundungsdifferenzen möglich).

Silberangebot in Tonnen
2012
2013
2014
2015
Effektive Minenproduktion
24.494
25.878
26.905
26.973
Sonstige
6.721
5.117
5.726
4.578
Gesamt
31.206
30.995
32.631
31.551
Spätere Korrekturen der Angaben sind zu erwarten.
Silbernachfrage in Tonnen
2012
2013
2014
2015
Schmuckindustrie
7.129
8.609
8.871
8.709
Barren- und Münzhandel
4.407
7.042
6.330
6.423
Industrie
18.566
18.715
18.513
17.751
Gesamt
30.102
34.363
33.713
32.879
Quelle: The Silver Institute – Stand März 2016

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Die Symbolik von Gold

Gold ist seit jeher ein Stoff von großer Symbolkraft. Sein gelblicher Schimmer und sein bleibender Glanz machten das Edelmetall bei vielen Völkern zum Sinnbild für die Sonne, für das Licht und für das Göttliche mit seiner Unvergänglichkeit. Daher wurden schon vor Jahrtausenden Schmuck, Tempelgeräte und andere rituelle Gegenstände aus Gold gefertigt.

In geistig-spirituellen Kreisen hingegen ist Gold noch heute ein Symbol für Weisheit, Klarheit und Inspiration. Die Farbe ist eine Metapher für den Gipfelpunkt der geistigen Entwicklung.

Ich wünsche den Lesern meines Edelmetall-Blogs ein goldenes Jahr 2016…

Donnerstag, 12. November 2015

Goldminen-Produktion im 3. Quartal 2015

Das World Gold Council hat seinen neuen Bericht für das 3. Quartal 2015 veröffentlicht. Danach ist die Minenproduktion mit 827,8 Tonnen gegenüber dem 3. Quartal 2014 mit 836,1 Tonnen um etwa ein Prozent gefallen. Steigerungen der Goldgewinnung sind kaum zu erwarten.

Denn die Produktion älterer Minen, vor allem in Südafrika und in den USA, lässt  spürbar nach. Bis vor kurzem wurde dies durch die Produktionssteigerungen neuer Minen aufgefangen, welche inzwischen aber mit voller Kraft arbeiten und daher keine weiteren Zuwächse versprechen. Da zugleich weniger in die Exploration und Entwicklung investiert wurde, befinden sich weniger neue Minenprojekte in der Pipeline.

Die Kosten der Goldproduktion sind weiter gefallen, was jedoch vor allem an günstigen Wechselkursen und Ölpreisen liegt. Dies sind temporäre Faktoren, die sich schnell auch wieder ändern können.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Die Goldbarrenliste der Deutschen Bundesbank

Nach jahrelanger Kritik an der Geheimniskrämerei der Deutschen Bundesbank bezüglich der Lagerorte ihrer Goldbestände hat man sich dort entschlossen, die komplette Liste sämtlicher Goldbarren publik zu machen.

Die Lektüre des 2.302 Seiten umfassenden Dokuments ist zugegebenermaßen nicht sehr spannend, aber aufschlussreich. Aufgeführt sind 270.316 Goldbarren, von denen 95.364 bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main lagern, 35.066 bei der Bank of England in London, 24.455 bei der Banque de France in Paris und 115.431 bei der Federal Reserve Bank of New York in New York.

Die Liste mit dem Stand vom 31. Dezember 2014 wurde am 7. Oktober 2015 veröffentlicht und soll fortan jährlich aktualisiert werden. Sie nennt jeden einzelnen Goldbarren mit Inventarnummer, Gewicht, Feinheit und Feingewicht auf ein Zehntel Gramm genau (insgesamt 3.384.227,7839 Kilogramm oder 3.384 Tonnen).

Dienstag, 13. Oktober 2015

Engpässe bei Silbermünzen

Den weitaus größten Teil des gehandelten Silbers gibt es gar nicht. Es existiert nur als Terminkontrakt oder ähnlich auf Papier oder in Computersystemen. 2014 wurde allein an der New Yorker COMEX mehr als 60 Mal soviel Silber gehandelt, wie im gesamten Jahr an physischem Silber auf dem Weltmarkt produziert wurde. Diese gewaltigen Handelsvolumina an imaginärem Silber bestimmen den Preis des Edelmetalls ungeachtet der Knappheit physischen Silbers.

So ist es möglich, dass der Preis als Knappheitsindikator versagt. Wenn reales Silber kaum zu kriegen ist, müsste sein Preis gewaltig ansteigen. Tatsächlich kann er aber auf niedrigem Niveau verharren, weil aus dem Nichts erzeugte Terminkontrakte ein riesiges Angebot vorgaukeln. Der Preis wird künstlich nach unten gedrückt.

Eine ähnliche Situation scheint zur Zeit vorzuliegen. Die Nachfrage nach echtem Silber, insbesondere nach Münzen, ist enorm hoch. Wie das Silver Institute vermeldet, sind gegenwärtig Engpässe bei der Versorgung mit Silbermünzen zu beobachten. Die staatlichen Münzprägeanstalten in den USA, in Kanada, Australien, Österreich und Großbritannien – allesamt Hersteller beliebter Anlagemünzen – haben ihre Lieferungen rationiert. Auch Barren unter 100 Unzen sind davon betroffen. Käufer müssen teilweise drei bis vier Wochen auf Münzen warten, die normalerweise jederzeit verfügbar sind. Einen solchen Vorgang hat es – außer gelegentlich bei der U.S. Mint – in jüngerer Vergangenheit nicht gegeben.

Dienstag, 22. September 2015

Rhodium: Angebot und Nachfrage 2015 (vorläufig)

Auf seiner Website gibt Johnson Matthey die neuesten Rhodium-Marktdaten für das Jahr 2015 bekannt. Die Zahlen für 2015 sind hochgerechnet bzw. geschätzt. Ältere Zahlen werden in der Regel noch konsolidiert.

Rhodiumangebot in Kilogramm
2013
2014
2015*
Minenproduktion
21.555
19.191
22.581
Recycling
8.647
9.829
10.357
Gesamt
30.201
29.020
32.939
Eigene Umrechnung von Unzen in Kilogramm
Rhodiumnachfrage in Kilogramm
2013
2014
2015*
Fahrzeugkatalysatoren
24.447
26.034
26.469
Sonstige Industrien
6.625
5.225
4.541
Gesamt
31.072
31.259
31.010
Lagerbestände (Puffer)
-871
-2.239
1.928
* = Hochrechnungen nach Stand Mai 2015
Quelle: Johnson Matthey

Aus irgendwelchen Gründen wird das Recycling von Johnson Matthey immer als negative Nachfrage geführt. Dadurch scheint das Angebot knapper, als es tatsächlich ist. Da recyceltes Edelmetall meiner Ansicht nach jedoch als Angebot zur Verfügung steht, bringe ich es auch auf der Angebotsseite unter.

Freitag, 31. Juli 2015

Aktuelle Preise für Platinmetalle

Die Notierungen von Platinmetallen in New York am 31. Juli 2015 um 9:30 Uhr in U.S.-Dollar pro Feinunze zeigt die folgende Tabelle:

Platin
991
Palladium
619
Rhodium
775
Iridium
500
Ruthenium
42